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Tag 1: Wenn wir uns am ersten Tag der UWG morgens am Bahnhof treffen, ist meine Arbeit zum größten Teil schon getan…naja fast zumindest. Das Wichtigste ist die Arbeit im Vorfeld mit der Einladung, der Infoveranstaltung, Anmeldung, Werbung fürs Event, Sponsorensuche, Anreise- und Unterkunftsplanung etc. Aber wenn man dann mit einer Rekordbeteiligung von 16 (!) Kindern und Jugendlichen für die Arbeit belohnt wird, ist der Aufwand schnell vergessen und ich freue mich einfach auf die 4 UWG-Tage in Klagenfurt. Highlight der Planung war dieses Jahr die Buchung des Bahntickets für die Gruppe. Nachdem das früher nie online ging (Auslandsreise-Gruppenticket), also ab zum Reisezentrum der Bahn am Bahnhof. Da habe ich gleich mal festgestellt, dass das gar nicht mehr direkt von der DB betrieben wird, sondern von einem Dienstleister, der… sagen wir mal diplomatisch noch Luft nach oben hat…viel Luft…sehr viel Luft. Vor mir am Schalter nur ein Kunde, trotzdem gibt es einen Automaten zum Nummern ziehen, der mir gleich in freundlichen Farben auf dem Display anzeigt: voraussichtliche Wartezeit 42 Minuten. Wie jetzt? Für den einen Kunden, der vor mir steht? Woher will dieser Automat oder die dort integrierte KI denn wissen, was der Typ da genau wissen will, was so lang dauert? Na mal sehen…und schon eine Minute später ist der Typ fertig und ich bin dran. (KI wird wirklich überbewertet). Dann wird es allerdings nicht besser. Die sehr freundliche und sehr junge Dame hinter dem Schalter schaut mich schon sehr unsicher an. Na so schwierig wird es ja nicht sein, das ist ein Reisezentum für die Bahn…Tickets verkaufen sollten die von morgens bis abends machen und im Schlaf können, denke ich mir so. Dann sage ich, dass ich ein Gruppenticket brauche…“mit dem ICE?“ kommt als Frage zurück…“wenn einer fährt, gern“ sage ich und denke mir, sollte die Dame nicht erst wissen, wo ich überhaupt hin will? …und bekomme erste Zweifel. Als ich dann erkläre, dass ich mit einer Gruppe Jugendlicher nach Klagenfurt und zurück möchte, wird es hinter dem Schalter erstmal verdächtig ruhig. Dann kommt nach einer gefühlten Ewigkeit ein paar willkürlichen Klicks auf der Tastatur und unsicherem Blick auf ihren Bildschirm ein fast geflüstertes „Oje“ von der Dame…“Was ist denn?“ – „ Oje..also..ein Gruppenticket nach Österreich…das hab ich noch nie gemacht“. Und nach ein paar Sekunden kommt mit flehendem Blick: „Könnten Sie an einem anderen Tag wiederkommen, wenn jemand anderes Dienst hat?“ Ich bin aber ja kein Unmensch und erlöse die Dame von ihrem Leiden. Kurz und gut, man kann die Tickets inzwischen doch online kaufen, völlig problemlos.
Aber zurück zur Reise. Hier gab es einen kleinen Adrenalinschock am Morgen als einer unserer Teilnehmer 30 Minuten vor Abfahrt des Zuges in die Gruppe schrieb, dass das Auto nicht anspringt. Das geht ja gut los…aber auch das haben wir noch hinbekommen, so dass wir gut gelaunt loskamen. In Ulm dann etwas Aufenthalt zum gemeinsamen Frühstück und dann in den Zug, der uns ohne Umsteigen bis Klagenfurt brachte. Unsere Rekordgruppe bestand dieses Jahr aus: Mara, Mona, Helena, Cadisha, Emma, Leonie, Samuel, Julius, Felix, Tim, Nicolas, Jakob, Lennox, Fabian, Clemens und Leo. Eine bunt gemischte Gruppe zwischen 10 und 19 Jahren. Die allerkleinsten hatten zur Unterstützung dieses Jahr noch etwas elterliche Unterstützung dabei, und als zweiter Betreuer neben mir kam Thorsten noch mit dazu für die ersten 2 Tage. Auf der Fahrt haben sich unsere TCW-ler gleich mal besser kennengelernt, man hat ja Zeit auf der langen Strecke. Zum Glück war der Zug klimatisiert, es hatte sich schon typisches UWG Wetter breitgemacht mit stabil über 30 Grad. Natürlich wurden die angesagtesten Handyspiele gezockt, besonders eines, bei dem man online vernetzt als Gruppe gegen andere Gruppen irgendein Ballerspiel macht, ist offenbar beliebt…ich verbuche das mal als pädagogisch wertvolles Teambuilding. Aber es wurde auch Karten gespielt, Stadt-Land-Fluss, Würfelspiele…man lernt sich beim Spielen immer am besten kennen. Auch für mich waren ein paar neue Gesichter dabei, aber bis wir in Klagenfurt angekommen waren, war die Gruppe schon ganz gut zusammengewachsen. Dort hieß es erstmal vom Bahnhof mit dem Shuttlebus zum Stadion zu kommen, dort ist die Hauptlocation der UWG. Hier finden nicht nur einige Sportwettbewerbe statt, hier ist auch die Orga untergebracht, das Catering, und vieles mehr. Eine erste Überraschung und einen Einblick wie professionell das Event inzwischen ist, bekamen wir dann ganz schnell: Wir wurden vom offiziellen social Media Team abgefangen und durften Interviews für die offiziellen Kanäle geben. Das ist schon mal eine neue Erfahrung für alle gewesen, die sie aber top gemeistert haben. Wir bekamen am CheckIn unsere Spielerpässe, Hotelvoucher etc. und ich habe meine guten Beziehungen zum Shuttlebus-Master genutzt (er hat ich gleich wiedererkannt von den letzten Jahren, wahrscheinlich weil ich immer so nervig bin), und uns einen Privatbus organisiert, der uns schon ein paar Minuten später in unser Hotel gebracht hat. Das Hotel war sehr praktisch gelegen, so dass wir sowohl ins Stadion als auch zur anderen Tennisanlage, auf der die Wettbewerbe ausgetragen wurden, zu Fuß gehen konnten, wenn gerade mal kein Shuttlebus in Reichweite war. Abends gabs dann noch eine kleine Teambesprechung mit den wichtigsten organisatorischen Dingen und ein paar Regeln für unsere Teilnehmer, wie ich mir die 4 Tage so vorstelle. Der Deal ist, dass meine Teilnehmer (fast) alles dürfen, und ich sie möglichst wenig nerve (obwohl ich das sehr gern mache), solange ich zwischendurch eine kurze Info im internen Gruppenchat bekomme, wo sie gerade sind. Und ich kann jetzt schon sagen, dass das super funktioniert hat. Genervt habe ich sie zwar bestimmt trotzdem ab und zu, aber ein bisschen Spaß muss man als Betreuer ja schließlich auch haben. Nach einem gemeinsamen Burgeressen wieder ab ins Hotel. Anreisetag erfolgreich!
Tag 2: Frühstück 7.30 Uhr, Ausschlafen ist was für Anfänger. Die Spielpläne für unsere Tennisspieler waren schon ein paar Tage online gewesen, so dass wir wussten, wer von den Spielern auf welche der Tennisanlagen musste. Thorsten fuhr mit den einen mit dem Shuttle zur Anlage am Stadion, ich bin mit den anderen zur anderen Anlage und dann gings auch schon los mit den Matches. Bei so vielen Spielern und Altersklassen hat natürlich jeder einen anderen Zeitplan, d.h. aber auch einer hat eigentlich immer gerade gespielt, so dass sich unsere TCW-ler immer gegenseitig zuschauen und anfeuern konnten. Tennis wurde in den Altersklassen U12, U14 und für alle älteren als US Showcase gespielt, das ist eine Art Vorspielen für Scouts von US Colleges. Daher ist das spielerische Niveau besonders bei den Älteren sehr beachtlich und es gab wirklich tolles Tennis zu sehen. Trotzdem konnten wir schon bald auch erste Siege verbuchen, und unsere Teilnehmer konnten doch sehr gut mithalten. Wenn man die UWG richtig versteht und den Spirit der Veranstaltung wirklich verinnerlicht, sind die Ergebnisse aber tatsächlich gar nicht das Wichtigste. Es geht darum mitzumachen, andere Spieler aus allen Teilen der Welt kennenzulernen und die Atmosphäre aufzusaugen ganz in olympischer Manier. Und darum, als Gruppe richtig gut zusammenzuwachsen, und diese 4 Tage zu den besten Tagen des Jahres zu machen. Insgesamt waren in den verschiedenen Sportarten wieder knapp 10.000 Sportler über 30 Ländern aus aller Welt dabei, auch beim Tennis war es sehr international mit Athleten u.a. aus Slowenien, der Slowakei, Kroatien, Italien, der Türkei, Estland, Ungarn und einigen mehr. Da die meisten unsere Spieler am frühen Nachmittag mit ihren Matches für heute fertig waren und die Temperaturen weiter tropisch waren, nutzten wir die Gelegenheit für einen kurzen Besuch des Strandbads am Wörthersee für die dringend benötigte Abkühlung. Und der See war herrlich! Die Aussicht mit den Bergen drumrum ist schon ziemlich spektakulär. Allzu viel Zeit hatten wir nicht, aber es hat gereicht, um die große Hitze etwas aus den Köpfen zu bekommen. Unsere Älteren (und ich) konnten ein Stündchen etwas entspannen und Sam, einer unserer jüngsten TCW-ler und ein echtes Energiebündel, ist begeistert vom großen Steg gesprungen, musste dann danach aber feststellen, dass er weder das Wettschwimmen (gaaanz knapp) noch die kleine Wasserschlacht mit seiner Mama gewinnen konnte (Blubb). Aber nächstes Jahr klappts bestimmt, Sam!Am Abend stand dann mit der offiziellen Eröffnungsfeier das vielleicht größte Highlight der UWG an, die übrigens in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert haben. Wir waren bereits zum neunten Mal dabei, davor bereits 3 Jahre bei einer ähnlichen Veranstaltung in Wien, und trotzdem ist es immer wieder beeindruckend die Eröffnungsfeier zu erleben. Besonders natürlich für alle, die zum ersten Mal dabei waren. Dort merkt man immer am besten, was das ganze eigentlich für eine gigantische Veranstaltung ist, an der wir mittendrin sein dürfen. Der Einmarsch aller Nationen mit Nationalhymnen ist schon sehr feierlich und man sieht, wer alles dabei ist. Dieses Jahr wieder Sportler z.B. aus der Mongolei, Kanada, den USA oder Südafrika. Insgesamt gab es Wettkämpfe im Fußball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Rugby, Floorball, Ball Hockey, Eishockey und Flag Football. Nach dem Einmarsch aller Nationen gab es tolle Tanzchoreografien, Showacts, ein paar offizielle Reden und dann zum Abschluss, als es dann dunkel war, wurde es richtig atmosphärisch mit dem Verlesen des Fairplay Eides in mehreren Sprachen und dann dem großen Musikfeuerwerk, das den Himmel über Klagenfurt in bunten Farben hell erleuchtet hat, sehr sehr beeindruckend!
Tag 3: Heute wieder Tennis pur. D.h. Frühstück 7.30 Uhr und ab zu den Sportstätten. Inzwischen hatten alle genug Erfahrung, wie man jeweils wohin kommt, so dass ich einen relativ relaxten Tag hatte erstmal und unsere Teilnehmer im Grunde komplett selbstständig den UWG Tag genutzt haben. Ein kleines Highlight gab es gleich morgens, der verlorene Geldbeutel mit allen wichtigen Inhalten, der am Vorabend im Bus verloren gegangen war, tauchte wieder auf, er war abgegeben worden und alles war noch da. Da ich aber ein guter Betreuer bin würde ich bei so was nie Namen nennen, besonders weil es beim selben Kind bei einem Europaparkausflug vor ein paar Jahren schonmal ein ähnliches Erlebnis gab…nein, keine Namen, besonders nicht den von Jakob. Bei den Matches stellte sich heraus, dass wir in einigen Altersklassen sogar um die Medaillen mitspielen würden, was die Sache natürlich auch als Coach nochmal schöner macht. Aber am meisten freue ich mich bei den UWG, wenn ich an Kleinigkeiten merke, wie gut sich unsere Jugendlichen verstehen. Es sind diese kleinen Momente, die das besondere an dem Event, aber auch das besondere an unserer Gruppe ausmachen. Ich bekomme natürlich nur einen Bruchteil mit, und das ist auch absolut in Ordnung, aber ich betreue schon sehr lange Jugendgruppen und mit der Erfahrung merkt man schon jeweils wie die Gruppendynamik ist. Lennox kam zum Beispiel mit und hat nicht abgesagt, obwohl er verletzungsbedingt kurz vor den UWG wusste, dass er nicht mitspielen kann. Er war aber trotzdem immer voll mit dabei, hat die anderen supportet und war wichtiger Teil der Gruppe. Oder dass Jakob Cadisha einmal bei einer Shuttlebusfahrt begleitet hat, weil sie etwas kniegeschädigt besser nicht mit dem Rest zu Fuß laufen wollte. Oder Leonie, die erst Freitagmittag von einer Klassenfahrt nach London zurückkam und dann direkt weitergereist ist, um zum ersten Mal bei den UWG dabei sein zu können, das ist TCW-Power! Ab und zu haben sich auch unsere Jüngsten schon getraut ganz allein in unsere WhatsApp Gruppe etwas zu schreiben, ein erster Schritt zum echten TCW-ler! Es ist auch nicht selbstverständlich wie unsere Älteste, Mara, mit ihren 19 Jahren komplett eine eingeschworene Clique mit den teilweise doch deutlich jüngeren Mädchen gebildet hat, so was gibt es nicht so oft und ich bin sehr froh, dass unsere Teilnehmer genauso sind, wie sie eben sind. Ich selbst habe die Zeit etwas genutzt, neben den Matches auch etwas bei anderen Sportarten zuzuschauen und im Stadion und besonders immer bei den Shuttlebusfahrten zwischendurch viele andere Teilnehmer und Coaches kennenzulernen. Bei den Sportarten ist Rugby immer interessant, das sieht für mich als Laien wirklich einfach immer aus wie Rudelbildung mit gewissen Regeln, Fußball vor allem wenn noch jüngere Teams im ganz großen Stadion spielen dürfen und, wenn man einfach der Lautstärke folgt, landet man immer beim Volleyball, dort ist immer mega Stimmung, schon beim Aufwärmen vor dem Spiel. Apropos Wettkämpfe verfolgen, das konnte man dieses Jahr auch im Livestream im Internet. Ich weiß zwar nicht, ob alle Übertragungen funktioniert haben, aber es wurden auch vom Tennis auf fast allen Plätzen Kameras installiert, die die Matches in die große weite Welt übertragen haben, auch das eine neue Erfahrung für unsere Spieler. Die Regeln im Tennis waren etwas anders als wir sie von zuhause kennen, je nach Altersklasse wurden teilweise Kurzsätze gespielt, die bei 2:2 oder 3:3 beginnen, es wurde NoAd und NoLet gespielt, aber auch daran gewöhnt man sich schnell. Entspannt war es dann bis zum Nachmittag, dann kann das angekündigte Gewitter. Erst wurde es stürmisch, dann kam der große Regen. An Weiterspielen im Freien war nicht mehr zu denken, und so wurde in die Hallen ausgewichen, was natürlich den Zeitplan durcheinandergewürfelt hat. Für mich hieß das, das es wieder mal etwas Arbeit gibt, zu schauen, wer jetzt wann wohin muss und vor allem, wie man dorthin kommt. Wenn unsere Spieler von dem kurzfristigen organisatorischen Chaos gar nicht so viel mitbekommen haben, umso besser. Auf jeden Fall dauerten die Matches dann bis in den frühen Abend. Zwischendurch dann mal zum Umziehen und Duschen ins Hotel, zum Essen dann wieder ins Stadion, unsere Spieler waren natürlich viel unterwegs. Auch mal im strömenden Regen klitschnass zum Hotel, im überfüllten Shuttlebus mit singenden und grölenden Sportlern aus aller Welt, in der Warteschlange vor dem Pizzastand im Stadion… auch so was gehört bei den UWG einfach dazu und ist Teil des Erlebnisses! Das Catering im Stadion war übrigens absolut in Ordnung für die großen Massen, die dort verpflegt werden. 10.000 Sportler plus Betreuer, Fans…da kommt einiges zusammen. Es gibt genug Auswahl wie Burger, Bowls, Schnitzel, Kaiserschmarrn und natürlich die italienische Ecke mit Pizza und Pasta. Diese sogar auch als vegetarische Variante, bei 35 Grad im Schatten vielleicht die bessere Wahl als die klassische Bolognese … aber jeder wie er mag. Bei Hackfleisch gilt ja ohnehin immer der alte Spruch: Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln… nur später.
Am späteren Abend haben wir dann noch das aktuelle WM Spiel angeschaut, dann fielen unsere TCW-ler ziemlich platt ins Bett.
Tag 4: Heute mussten wir schon wieder aus dem Hotel Auschecken und noch das offizielle Gruppenfoto machen, also Treffpunkt sehr früh am Morgen, was bei den meisten auch gut funktioniert hat trotz des langen Abends gestern. Heute waren fast alle unsere Matches auf der Anlage am Stadion, was es etwas leichter gemacht hat organisatorisch, da wir heute einen straffen Zeitplan hatten, wir mussten ja zum Zug zurück. Ein paar unserer Spiele habe ich vorverlegen lassen, damit es mit der Zugverbindung auch klappt, danke an die Turnierleitung, dass ihr das ermöglicht habt. Heute standen noch letzte Matches an, und wir durften noch um Medaillen mitkämpfen. Es ist ein megaschöner Erfolg, dass wir mit Emma (Siegerin bei der U12), Julius (Bronzemedaille ebenfalls bei der U12), Helena (Gold) und Mona (Silber) bei den Showcase Mädchen sogar 4 Medaillen gewonnen haben, Glückwunsch an euch alle! Ich kann zwar nichts dafür, aber ich bin trotzdem stolz auf euch.
Dann hieß es schon wieder Abschied nehmen von den UWG, das geht leider immer viel zu schnell. Vielleicht bleiben wir nächstes Jahr einen Tag länger, um die Abschiedsparty am Strandbad sonntagnachmittags noch mitzuerleben. Die Heimfahrt war wie immer, wenn man mit der deutschen Bahn reist, ein kleines Abenteuer, obwohl wir nur zweimal umsteigen mussten. Bei so einer langen Fahrt wird mir als Betreuer auch mal langweilig und wenn mir langweilig wird, fange ich an Unsinn zu schreiben, wer mich kennt, weiß das. (Wer mich als Betreuer bucht, weiß, was er bekommt.) Ich habe die TCW-Eltern daheim also in unserer WhatsApp Gruppe noch gefragt, ob sie ihr jeweiliges Kind später dann abholen wollen oder in den 4 kinderfreien Tagen aus Versehen schon ein Neues gemacht haben…aber irgendwie wollten dann doch alle pünktlich am Bahnhof sein später. Woran merkt man, wenn man mit dem Zug die Grenze von Österreich nach Deutschland überquert hat? Das Internet hängt und der Zug bleibt stehen. In Ulm haben wir daher nicht nur den eigentlichen Anschlusszug verpasst, weil unser ICE wegen „fehlenden Fahrplans“ zwischendurch nicht weiterfahren konnte, sondern mussten sogar noch einen Späteren nehmen, weil der Folgezug einfach ausfiel und nicht kam…ohne jede Info. Unsere Gruppe war aber wirklich bemerkenswert gut drauf gerade für die späte Zeit dann, wir haben den ganzen Zug unterhalten, unsere Sportler haben sogar am Bahnsteig noch ein kleines workout hingelegt und niemand hat sich beschwert oder gemeckert…wie gesagt einfach eine tolle Gruppe. Spät abends, kurz vor halb ein Uhr nachts kamen wir dann an und alle Eltern haben ihre Kinder wieder abgeholt.
Danke an alle Beteiligten, die so ein fantastisches Event ermöglichen: Das Orga Team der UWG (Danke Magdalena und Team, das sich jedes Jahr schon auf meinen Bericht danach freut, wie ich inzwischen weiß), die Shuttlebusfahrer, das Cateringteam, die Turnierleitung und unsere Sponsoren. Vor allem aber an die TCW-Eltern, die Ihren Kindern ermöglichen, mit mir zu den UWG zu fahren (als wie immer einziger Tennisverein aus ganz Deutschland) und mir die Aufsicht für die 4 Tage anvertrauen, obwohl mich ein paar kaum kennen, und wie immer gilt das größte Dankeschön meinen Teilnehmern. Ich habe mich gefreut 4 Tage lang ein kleiner Teil eurer Gruppe sein zu dürfen und euch alle neu oder besser kennenzulernen. Ich bin euer größter Fan,
Euer Betreuer
Billy


